Barbara Potthast

Germanistin | Dozentin

      

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Literatur und Kultur im deutschen Südwesten (Projekt)

    

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Der von einer Gruppe von Germanistikstudenten unter den Leitung von Barbara Potthast kommentierte Nachdruck dieses Buches erscheint in Kürze im Schwabe Verlag Basel in der Reihe Selbst-Konstruktion, herausgegeben von Kaspar von Greyerz und Alfred Messerli:

Leben und Abenteuer des Joh. Steininger, ehemaligen herzoglich würtembergischen und kaiserlich österreichischen Soldaten von 1779 – 1790, späteren Tambour-maitres und Kanoniers unter der französischen Republik und dem Kaiserreich von 1791 – 1815, nachherigen königlich würtembergischen Regiments-Tambours und jetzigen 79jährigen Invaliden auf Hohenasberg. Herausgegeben und eingeleitet von Gustav Diezel. Mit Steiningers Bildniß. Stuttgart, J. Wachendorf’s Verlagsbuchhandlung. 1841.

Die abenteuerliche und berührende Lebensgeschichte eines Soldaten, der seine Veteranenjahre zwischen 1824 und 1841 in der Garnison auf dem Hohenasperg verbrachte, wird von Stuttgarter Germanistikstudenten in Buchform neu herausgeben. Johann Steininger, geboren im Jahr 1763, war einfacher Infanterist und gehörte in seiner 40-jährigen Soldatenzeit württembergischen, österreichischen, preußischen, dänischen, pfälzischen, piemontesischen, neapolitanischen und französischen Armeen an. Er desertierte viele Male, auch vom berühmten württembergischen Kapbataillon Herzog Carl Eugens, er kämpfte in der französischen Revolutionsarmee, war mit Napoleon in Ägypten und während des Bürgerkrieges auf Haiti. Als Soldat begegnete er der späteren französischen Kaiserin Marie-Louise von Österreich und dem späteren russischen Zaren Paul von Holstein-Gottorf sowie dem legendären Revolutionskämpfer Mathieu Jouve Jourdan, der den Beinamen coup-tête – Kopfabschneider – trug.

Mit dem Dichter Christian Friedrich Daniel Schubart, der von Carl Eugen auf dem Hohenasperg inhaftiert worden war, befreundete Steininger sich und spielte unter dessen Leitung im Garnisonstheater mit. Als Soldat überstand er grausame Militärstrafen und Züchtigungen, war wegen seiner Desertionen mehrfach zum Tod verurteilt und kam durch Glück immer davon.

    

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